GESCHICHTE DER

Gasthaus – Weinhandlung
FAMILIE SICKENDIEK IN BOCKHORST
Das Fachwerkhaus der Familie Sickendiek, in der sich die Alte Schenke befindet, ist 1748 erbaut worden. Die Firma Sickendiek wurde 1850 gegründet. Am 7. Mai 1888 erhielt Friedrich Sickendiek, geboren am 20.4.1838 in Bockhorst, die Konzession zur Betreibung einer Schankwirtschaft. Die Alte Schenke war geboren.
In den Fachwerk- und Bürgerhäusern am Bockhorster Kirchplatz werden seit mehr als 6 Generationen eine Bäckerei, Kolonialwarengeschäft und eine Gaststätte als Nebenerwerbsbetrieb geführt. Zu den Spezialitäten gehörten damals das eigene Schwarzbrot, ein naturbelassenes Sauerteigbrot, traditionelle Hausmacher Wurst, Original Westfälische Knochenschinken und eingekochte Wurstwaren. In den bis dahin kleinem Gastraum hatte der dörfliche Gesangverein seine Vereinsgaststätte und Gäste aus dem nahegelegenen Bad Rothenfelde fuhren mit Pferd und Wagen zur Alten Schenke, um das berühmte Brot mit Westfälischen Knochenschinken zu verspeisen und Anekdoten aus der Dorfgeschichte vom Wirt Emil Sickendiek (Großvater des heutigen Besitzers) erzählt zu bekommen. Durch das Wachsen der heimischen Industrie (Fleischwarenfabriken und Zulieferer) wuchs der Strom von Geschäftsleuten immer mehr, so dass bald der vorhandene Gastraum nicht mehr ausreichte.

So wurden 1960 die Bäckerei geschlossen, und 1970 auch das Lebensmittelgeschäft, womit der Gaststättenbetrieb durch die freien Räume erweitert werden konnte. Die familiäre, individuelle Führung und die stilvolle Einrichtung verliehen dem Gasthaus Alte Schenke eine besondere Atmosphäre und sorgten für einen kontinuierlichen Zuwachs.
Die Speisekarte bestand damals aus kleinen Gerichten: Schinkenbrot, Hausmacher Wurstschnittchen, Eisbeinsülze mit Bratkartoffeln – alles Produkte von örtlichen Bauernhöfen und saisonale Spezialitäten, wie Spargel im Frühjahr und Gänsebraten, Allerfeinster Wurstebrei und Grünkohl im Herbst. Diese Klassiker der Alten Schenke werden heute genauso gepflegt und finden Sie auch heute noch auf der Speisenkarte.
Anfang 1978 übernahm Emil Sickendiek III., nach dem plötzlichen Tod des Vaters, den elterlichen Gaststättenbetrieb. Er baute 1979 die Küche und einen Teil der Gaststätte um, führte Bier vom Fass ein und schaffte mit einem erweiterten Speisenprogramm aus der Westfälischen Küche, sowie eine ausschließlich deutsche Weinkarte einen nahtlosen Übergang in der erfolgreichen Führung des Betriebes. Das von seinem Vater konzipierte Erscheinungsbild wurde auch vom Sohn in gleicher Form weitergeführt. Es wurde jedoch, obwohl die kleine Speisenkarte immer etwas erweitert wurde, darauf geachtet, das der Stil des Hauses mit westfälischer Küche erhalten blieb.
Seit März 2005 geht Emil Sickendiek, nach fast 29 Jahren Patron des Gasthauses Alte Schenke, neue Wege. Mit frischem Schwung und neuen kulinarischen Konzepten übernahm er das Restaurant Rossini am Golfplatz in Halle/Westfalen.
Seit dem 1. April 2006 tritt nun die 5 Generation das gastronomische Erbe in Bockhorst an. Emil Sickendiek jun. hat die Alte Schenke neu gestaltet – und das nicht nur äußerlich. Die Gasträume wurden grundlegend renoviert und erstrahlen heute hell, freundlich und mit einem feinen modernen Ambiente. Auch die Speisenkarte wurde dem neuem Rahmen angepasst. Die leichte und moderne Landhausküche aus hochwertigen Frischprodukten zubereitet ist die Visitenkarte des heutigen Küchenchefs Emil Sickendiek jun.. Die Weinkarte wurde um erlesene Weine aus Italien, Frankreich, Spanien und Südafrika erweitert.
Trotz neuer Perspektiven für das Traditionsgasthaus Alte Schenke, bleibt es ein Aushängeschild ostwestfälischer Gastronomie, am idyllischen Kirchplatz in Versmold-Bockhorst.
So modern kann Tradition sein, wir haben das Rezept.